Integrative Lerntherapie
Was ist Integrative Lerntherapie?
Die Integrative Lerntherapie ist eine ganzheitliche, wissenschaftlich fundierte Form der Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit erheblichen Lernschwierigkeiten – auch hier in Lingen. Sie verbindet psychologische, pädagogische und fachdidaktische Elemente, um schulisches Lernen, emotionale Stabilität und soziale Teilhabe nachhaltig zu verbessern.
Für wen ist Lerntherapie geeignet?
Die Lerntherapie richtet sich an Kinder und Jugendliche, die:
- unter einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS / Legasthenie) leiden
- eine Rechenstörung (Dyskalkulie) haben
- Schwierigkeiten aufgrund von AD(H)S zeigen
- Schulvermeidung, Angst, ständige Misserfolge oder Lernverweigerung erleben
Auch im Vorschulalter kann Lerntherapie sinnvoll sein, um frühzeitig Vorläuferkompetenzen zu stärken und Problemen vorzubeugen.
Ursachen und Folgen von Lernstörungen
Lernstörungen entstehen meist aus dem Zusammenspiel von genetischen Voraussetzungen, persönlichen Faktoren und Umweltbedingungen. Ohne gezielte Unterstützung können sie sich verfestigen und zu:
- anhaltender Frustration und Schulunlust
- Angst, Versagensgefühlen und geringem Selbstwert
- sozialem Rückzug oder auffälligem Verhalten
- eingeschränkter Bildungs- und Entwicklungschance führen
Frühzeitige Unterstützung ist deshalb entscheidend – auch bereits im Vorschulalter, um Vorläuferkompetenzen gezielt zu stärken.
Ziele der Integrativen Lerntherapie
- Aufbau von Schlüsselkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen
- Stärkung des Selbstvertrauens und der Selbstwirksamkeit
- Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung
- Verbesserung der Teilhabe am schulischen und gesellschaftlichen Leben
Wie verläuft eine Lerntherapie?
Die Lerntherapie ist ein strukturierter, individueller Prozess und gliedert sich in vier zentrale Phasen:
- Diagnostik
- Analyse der aktuellen Lernausgangslage
- Gespräche mit Eltern, ggf. Schule und Fachstellen
- Identifikation von Stärken, Schwächen und Kontextfaktoren
- Therapieplanung
- Festlegung individueller Förderziele
- Auswahl geeigneter Methoden und Materialien
- enge Abstimmung mit Eltern
- Therapiephase
- individuelle Förderung mit aufbauender Beziehung
- ressourcenorientierte, fehlertolerante Arbeitsweise
- Vermittlung von Lernstrategien und Grundlagenwissen
- Evaluation und Umfeldarbeit
- regelmäßige Reflexion und Fortschrittsanalyse
- Zusammenarbeit mit Eltern und Schule
- Unterstützung bei schulischen Maßnahmen wie Nachteilsausgleich
Lerntherapie ist keine Nachhilfe
Im Unterschied zur Nachhilfe setzt die Lerntherapie dort an, wo schulisches Lernen tiefgreifend gestört ist. Es geht nicht um das Üben von Stoff, sondern um das Verstehen, Verarbeiten und langfristige Verändern von Lernprozessen.
Wer darf Lerntherapie anbieten?
Integrative Lerntherapie wird durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte durchgeführt. Zertifizierte Lerntherapeut*innen nach den Standards des Fachverbands für integrative Lerntherapie (FiL) verfügen über eine fundierte Ausbildung, mehrjährige Praxis und verpflichten sich zu ethischen Richtlinien und kontinuierlicher Weiterbildung.
Was ist Integrative Lerntherapie? (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Integrativen Lerntherapie und wie sie Kindern mit LRS und Dyskalkulie hilft.
Wie lange dauert eine Lerntherapie?
Die Dauer ist individuell und richtet sich nach dem Bedarf des Kindes. Eine längere Begleitung ist oft sinnvoll.
Wer trägt die Kosten?
In bestimmten Fällen kann die Lerntherapie über das Jugendamt nach § 35a SGB VIII als Eingliederungshilfe beantragt werden.
Was ist der Unterschied zur Nachhilfe?
Lerntherapie ist keine Nachhilfe, sondern kombiniert therapeutische, diagnostische und fachdidaktische Ansätze, um Lernstörungen ganzheitlich zu behandeln.
Wer darf Lerntherapie anbieten?
Nur qualifizierte Fachkräfte, z. B. mit Zertifizierung des Fachverbands für integrative Lerntherapie e.V. (FiL), dürfen Lerntherapie im professionellen Rahmen durchführen.

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